Gerettet durch das nicht Erschaffene - das erste Bild Christi
Das älteste und am meisten verehrte Bild des Erlösers ist der Erlöser. Es ist ein Bild, das auf wundersame Weise auf dem Brett aufgedruckt ist. Der Legende nach sandte der Herrscher der Stadt Edessa, der an Lepra litt, einen Maler zu Jesus Christus, damit er sein Porträt schrieb. Aber als der Erretter den Wunsch des Königs sah, wusch er sein Gesicht und wischte es mit einem Plakat ab, und sein Gesicht wurde wunderbar auf den Stoff aufgedruckt.
In der Geschichte der Kirche wurde das nicht erschaffene Bild im 8. Jahrhundert zu einem der stärksten Argumente gegen die Bilderstürmer. Er war ein sichtbarer Beweis dafür, dass Gott menschlich wurde, sichtbar und greifbar wurde. In der Tempelmalerei konnte das nicht erschaffene Bild das Dogma der Menschwerdung Gottes symbolisieren und daran erinnern, dass Christus der wahre Sohn Gottes ist, der Mensch geworden ist.
"In seinen Kräften gerettet": Der Herr in Herrlichkeit
Die Ikone "Rettete in Kraft" ist eines der majestätischsten Bilder des Erlösers. Ihre Ikonographie geht auf frühvisantische Mosaiken aus dem 5. bis 6. Jahrhundert zurück, in denen Christus von den himmlischen Kräften und Symbolen der vier Evangelisten umgeben war.
Auf den altrussischen Ikonen «Rettete in Kraft» sitzt der Herr vor dem Hintergrund des sogenannten «Mandara» auf dem Thron – ein symbolisches Bild der göttlichen Herrlichkeit mit einem rautenförmigen und ovalen Teil, der auf die Vereinigung von Himmel und Erde hinweist. Diese Ikone drückt die Idee des zweiten Kommens Christi in Herrlichkeit aus und wird normalerweise im Zentrum der russischen hohen Ikonostase platziert.
Pantokrator — Der Allmächtige
Das häufigste Bild von Christus in orthodoxen Kirchen ist der Pantokrator, was im Griechischen «Der Allmächtige» bedeutet. Der Herr wird auf dieser Ikone als Vorseher der Welt, als Heiland und als Richter dargestellt. Er wird mit einem Kreuzbein dargestellt, in einem rötlichen Chiton und einem blauen Himathium (Umhang), das das Evangelium oder die Schriftrolle in der Hand hält.
Das Bild des Allmächtigen wird oft in der Kuppel eines orthodoxen Tempels platziert, als würde er alle Eingehenden segnen. Eines der frühesten dieser Bilder in Russland ist ein Mosaik in der Kuppel von Sofia von Kiew, wo Christus von einem apokalyptischen Regenbogen umgeben ist.
Auf dem Thron gerettet
Die Ikone "Auf dem Thron gerettet" zeigt auch Christus als König und Richter der Welt. Im Gegensatz zum "Erlöser in Kraft", wo der Herr von himmlischen Kräften umgeben erscheint, liegt der Schwerpunkt hier auf dem Thron selbst – einem Symbol der königlichen Macht, das an den Thron des Himmels erinnert: "Der Herr hat seinen Thron im Himmel aufgestellt, und sein Reich hat alles" (Ps. 102:19). Christus wird dargestellt, der auf einem goldenen oder geschnitzten Thron sitzt. In der rechten Hand hält er eine Segensgeste, in der Linken ein offenbartes Evangelium. Diese Ikonographie entstand in der frühchristlichen Zeit und wurde seit dem 9. bis 10. Jahrhundert in der byzantinischen Kunst weit verbreitet. In Russland war dieses Bild auch sehr beliebt, besonders in der Nowgoroder Ikonenmalerei. Er erinnert an das zweite Kommen Christi und an das schreckliche Gericht, wenn der Herr auf dem Thron sitzt, um die Lebenden und die Toten zu richten.
Engel des Großen Rates
Neben historischen gibt es auch allegorische Bilder des Erlösers. Einer von ihnen ist der «Engel des Großen Rates». Dieser Name ist aus der Prophezeiung Jesajas entlehnt: "Denn das Kind ist uns geboren, der Sohn ist uns gegeben; die Herrschaft auf seinen Rändern wird ihm genannt: Wunderbar, Ratgeber, starker Gott, Vater der Ewigkeit, Fürst der Welt" (Jes. 9:6).
Der »Engel des Großen Rates« ist der Herr Jesus Christus selbst, und der »Große Rat" ist der Plan des Hausbaus Gottes, die Welt zu retten. Auf der Ikone wird ein Engel mit einem Kreuzrimbus dargestellt, mit einer segnenden rechten Hand und dem Evangelium in der Hand und kombiniert die Merkmale des Engelsbildes und der christologischen Ikonographie.
Über die Vielfalt der Symbole des Erlösers
Diese Bilder sind nur einige der vielen ikonographischen Arten Christi. Es gibt andere: «Er hat das gute Schweigen gerettet», «Emmanuel» (Christus in seiner Jugend), «der große Bischof» und andere. Jeder von ihnen offenbart eine bestimmte Facette der Persönlichkeit des Erretters. So erinnert der »Große Bischof« an seinen Hohenpriesterdienst und das »Gute Schweigen" an das Geheimnis der Menschwerdung Gottes.
Jedes Bild Christi, ob es sich um ein uraltes, nicht erschaffenes Bild oder um ein majestätisches «in seiner Macht gerettetes» Bild handelt, soll uns an die Liebe Gottes, sein Opfer und unsere Hoffnung auf Erlösung erinnern.